














Die Genfer Viehwirtschaft umfasst die wichtigsten, in Spitzenbetrieben gehaltenen Tierarten.
Gezüchtet werden sowohl Milch- als auch Mutterkuhrassen. Erstere werden wegen ihrer Milchleistung gehalten; um sie melken zu können, werden sie rasch von ihren Kälbern getrennt. Eine Milchkuh kann während ihrer Laktationsphase (305 Tage pro Jahr) bis zu 9'000 Liter Milch geben. Mutter- oder Ammenkühe gehören zu den Fleischrassen; sie werden nicht gemolken und säugen ihre Kälber.
Im landwirtschaftlich genutzten Gebiet rund um Genf 2'000 Schafe. Sie werden in erster Linie wegen ihres Fleisches gehalten, aus der Schafzucht stammen aber auch verschiedene andere Produkte . Aus Schafmilch werden beispielsweise Yoghurt und Käse hergestellt, ihre Wolle wird zu Bekleidung, Decken oder Isolationsmaterial verarbeitet.
In der Region Genf leben mehr als 200 Ziegen der verschiedensten Rassen. In der Schweiz werden Ziegen hauptsächlich wegen ihrer Milch gehalten. In Genf werden diverse Käsesorten hergestellt, aber auch eine Seife auf der Basis von Ziegenmilch. Weitere kantonale Erzeugnisse sind das Fleisch von Ziegen und Zicklein (an Ostern).
Im Verein Basse-Cour Carougeoise haben sich Liebhaber zusammengeschlossen, die Hühner, Enten, Tauben und Kaninchen der unterschiedlichsten Rassen züchten. Der Verein organisiert eine jährliche Kleintierzucht-Ausstellung am Place de la Sardaigne.
In Genf werden auch Hühner gezüchtet, unter anderem das unter dem Namen «schwarzer Nackthals» bekannte Marsillon-Poulet. Diese Rasse ist für ihr hochwertiges Fleisch bekannt.
Über 1'500 Bienenkolonien sind in Genf erfasst. Das bekannteste Erzeugnis aus dem Bienenstock ist dabei natürlich der Honig.
In zwei Betrieben in Collex-Bossy am linken Seeufer werden hierzulande weniger verbreitete Rassen aus Nordamerika gezüchtet: Bisons und Wapitis. Dabei wird das schmackhafte, zarte und magere Fleisch der Bisons von Ernährungsfachleuten besonders geschätzt.
Waipiti gehören zu den grössten Hirscharten. Ihr feines, fettarmes Fleisch hat einen ausgeprägten Eigengeschmack.